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Dokumentation Georg-Elser-Freundeskreis:

Gedenken zum Jahrestag der Ermordung Georg Elsers "Befreiende Erinnerung an einen listenreichen Schreiner"

am 09. April 2017

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Ein freidenkerischer Stadtrundgang in Ulm
im Zeichen von Widerstand
gegen Faschismus und Krieg

mit Jürgen Klingel und Walter Eckhardt

Am 8. Mai 2015 traf sich eine große FreidenkerInnen-Gruppe zum Gedenken an den Tag der Befreiung 1945
(dies bedauern immer noch viele und halten den 8. Mai 1945 für einen Tag der Niederlage) zu einem antifaschistischen Stadtrundgang.

Ausgangspunkt das Haus der Gewerkschaften am Weinhof.
Im Januar 1933 wird Adolf Hitler (Heitler)von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt und ruckzuck: Bildung einer deutschnationalen Regierung; Ermächtigungsgesetz;
die Verfassung außer Kraft; die KPD verboten; Nazis übernehmen auch in Ulm Verwaltung, Polizei, alles wird fuer den "Stechschrittstaat" gleichgeschaltet.


In Ulm gibt es einen Heinz-Feuchter-Weg!

Im Böfinger Baugebiet Lettenwald gibt es jetzt einen
Heinz-Feuchter-Weg.

Er erinnert an den Mitbegründer der Ulmer Freidenker, den Widerständler, Sozialisten und Freidenker Heinz Feuchter.

Heinz Feuchter

Beitrag von Silvester Lechner
im Böfinger Bürger Blättle Nr.33



Artikel und Fotos von Veit Feger, Ehingen-Donau:

Stolpersteinverlegung in Vöhringen/Iller


In der Stadt Vöhringen/Iller wurden am Dienstag, 10. September 2013, durch den Künstler und Aktionsgründer Gunter Demnig 17 "Stolpersteine" für Menschen verlegt, die von Vöhringen aus in den Tod deportiert wurden. Ausgewählt wurde ein Stück Pflaster gegenüber dem Friedhof der Stadt, an der Ulmer Straße.

stolpersteinverlegung vöhringen

Auf einem Transparent konnte man während der Stolperstein-Verlegung folgenden Text lesen:
"Johannes und Friederike Eckstein, Albert Eckstein
Albert Ecksteins Eltern, Johannes und Friederike, kamen 1935 mit ihren Kindern nach Vöhringen. Sie ließen sich zuletzt im Gemeindehaus in der Ulmer Straße 22 nieder. Johannes Eckstein war Geiger und Kopf einer angesehenen Sintikapelle, die durch ihr musikalisches Können über die Grenzen der Stadt Vöhringen hinaus Berühmtheit erlangte. Trotz Akzeptanz durch die Vöhringer Gemeinde erlebten die Ecksteins zunehmende Ausgrenzung und Verfolgung durch die nationalsozialistischen Machthaber. Nach und nach wurde den Zigeunern - wie de Juden - die Lebensgrundlage entzogen. Sie wurden deportiert und ermordet. Im März 1943 wurden Alberts Eltern und neun seier Geschwister in verschiedene Konzentratioslager gebracht. Sie alle kamen ums Leben. Die jüngste Tochter der Familie und eine Enkelin waren gerade vier Jahre alt."
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Der Uracher Kreis
Roter "Verschwörerwinkel" am Grünen Weg

Bericht von Sigi Späth zu Vortrag und Wanderung mit
Jürgen Klingel
verschwoererwinkel



Elser Gedenktag 2013

elser 2013

Artikel der Heidenheimer Zeitung vom 15.04.2013
zur Elser Gedenkfeier
(pdf-Download 260 KB)


Zum Gedenken an die Morde in Grafeneck

Spur der Erinnerung


grafeneck

weitere Informationen
PDF-Download (100 KB)


Informationen zu

Elser Gedenktag 2012


Generalabrechnung

Lesenswerter Artikel von Sebastian Leber in
"Der Tagesspiegel" vom 13. Nov. 2011
über Wolfgang Proske und seine Initiative zur Beseitigung
des "Rommel-Denkmals" in Heidenheim.

In seiner Geburtsstadt Heidenheim errichteten sie ihm 1961 ein Denkmal. 50 Jahre später wird diskutiert: Darf man Erwin Rommel, Hitlers Lieblingsfeldherren, ein Opfer der Gewaltherrschaft nennen?...
Zum Artikel (externer Link)


Courage-Elser-Initiative


aus Märkische Allg.Zeitung, Oranienburger Zeitung,
vom 22.06.2011
Woher Zivilcourage kommt
Gedenken: Courage-Elser-Initiative ist jetzt ein Verein

ORANIENBURG: Ein besseres Beispiel für Zivilcourage in schwierigen Zeiten lässt sich kaum finden. Seit einiger Zeit beschäftigt sich die Courage-Elser-Initiative Oranienburg mit dem Hitlerattentäter Georg Elser. In der vergangenen Woche gründeten sie einen Verein – „Courage – Elser – Initiative für Zivilcourage heute“. „Wir wollen uns nicht nur mit der Historie beschäftigen“, sagt der Vorsitzende Burkhard Gräf. Vielmehr wollen die derzeit 15 Mitglieder ein Brücke ins Jetzt schlagen. Die Beschäftigung mit Elser soll dazu anregen, über Zivilcourage heute nachzudenken. Dazu will der Verein Vorträge und Projekte anbieten. „Es geht uns nicht um Denkmäler“, sagt Gräf. „Wir brauchen Menschen, die sich engagieren.“ Weil sich das Heute nicht ohne das Gestern denken lässt, kämpft der Verein auch für eine andere Erinnerungskultur. Noch immer konzentriere sich die Beschäftigung mit dem Widerstand im Dritten Reich auf die Verschwörer des 20. Juli, kritisiert Gräf. „Wir wollen eine Entmilitarisierung der Erinnerungskultur.“ Gemeinsam mit anderen Initiativen kämpft der Verein für einen „Elser-Tag für Zivilcourage“. Eine entsprechende Unterschriftenliste, die Gräf und seine Mitstreiter seit einiger Zeit rumgeben, haben unter anderen die Liedermacher Konstantin Wecker und Hannes Wader unterzeichnet. Auf ihrem Konzert heute Abend will Gräf um weitere Unterschriften werben. Erste Projekte hat der Verein bereits geplant: Im Herbst kommt Manfred Maier, der Mitbegründer des Heidenheimer Georg-Elser-Arbeitskreises, zu Vorträgen in die Region.
S Ab 1. November soll im Oranienburger Schloss eine Georg-Elser-Wanderausstellung zu sehen sein. fh


Montagshandeln statt Sonntagsreden

Aus der Heidenheimer Zeitung vom 18.4.2011:
Zivilcourage: Elser-Aktivisten für jährlichen Erinnerungs- und Aktionstag

elser aktivisten
Werben für einen bundesweiten Tag der Zivilcourage:der Heidenheimer Manfred Maier (links) und Burkhard Gräf (rechts) aus Oranienburg,      Foto:räp

Widerstand gegen Hitler – in der öffentlichen Diskussion verengt sich die Beschäftigung mit diesem Thema immer noch häufig auf die Person Claus Schenk Graf von Stauffenbergs und die Mitverschwörer vom 20. Juli 1944. Zwei Männer werben jetzt offensiv dafür, den Blick zu weiten und einen jährlichen Erinnerungs- und Aktionstag für Zivilcourage zu etablieren: Manfred Maier (73), Gründungsmitglied des Heidenheimer Georg-Elser-Arbeitskreises, und Burkhard Gräf (59), der vor drei Jahren gemeinsam mit einem Mitstreiter die Courage-Elser-Initiative Oranienburg ins Leben gerufen hat. Mehr als 200 Personen, darunter der Plakatkünstler Prof. Klaus Staeck, haben mittlerweile mit ihrer Unterschrift kundgetan, dass sie die Idee unterstützen, den 9. April zum Elser-Tag für Zivilcourage zu machen. Das Datum ist bewusst gewählt, wurde doch am 9. April 1945 im Konzentrationslager Dachau der Hitler-Attentäter Georg Elser ermordet. In ihm sieht Gräf, der eine Entmilitarisierung der Erinnerungskultur fordert, ein bis heute gültiges „Vorbild für Zivilcourage“. Während Maier und die übrigen Mitglieder des Heidenheimer Arbeitskreises nach jahrelangem Bemühen mittlerweile mit einiger Zufriedenheit auf die wachsende Würdigung der historischen Rolle Elsers schauen dürfen, sind die Voraussetzungen in Oranienburg, an der nördlichen Stadtgrenze Berlins, gänzlich andere. „Im Osten kennt keiner Elser“, sagt Gräf, „aber sein Leben ist keine Geschichte fürs Museum“. Auf Anhieb angetan war Maier von Gräfs Vorstellung, an einem konkreten Tag die Erinnerung an Elser mit dem Hinweis zu verbinden, was Zivilcourage in der Gegenwart bedeutet. Der Brückenschlag vom Gestern ins Heute fällt den beiden Akteuren nicht schwer, können sie doch auf die Geschehnisse in Nordafrika verweisen. „Es gibt aktuell wohl kaum ein besseres Beispiel um zu zeigen, was Courage bedeutet“, sagt Maier. Seine selbstempfundene Verbundenheit mit Elser hat Gräf nach 20 Jahren in Ulm mit nach Oranienburg genommen. Nicht weit entfernt liegt das frühere KZ Sachsenhausen, in dem Elser fünf Jahre in Einzelhaft gesessen hatte, ehe er im Frühjahr 1945 nach Dachau überstellt wurde. Noch bis Ende 2011 erinnert derzeit im früheren Oranienburger Zellenbau eine Ausstellung an den „Sonderhäftling Elser“. Vor Ort trommelt die zehn Mitglieder starke Courage-Elser-Initiative auf teils prominent besetzten Informationsveranstaltungen für ihre Sache. Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, würdigte die Erinnerung an Elsers Tat als „bürgerschaftliches Engagement im allerbesten Sinne“ und befand, sein Leben und Handeln könnten als Vorbild dienen. Beide Initiativen setzen nun darauf, möglichst viele Unterstützer und damit Öffentlichkeit zu finden, zumal sich 2013 der Geburtstag Elsers zum 110. Mal jährt. 2015, genau sieben Jahrzehnte nach seiner Ermordung – so die Wunschvorstellung –, könnte dann der Elser-Tag für Zivilcourage Wirklichkeit sein. Seine genaue Ausgestaltung soll von den jeweiligen Ideen und Möglichkeiten vor Ort bestimmt sein. Wichtig ist Maier die Bereitschaft, die Fahne des zivilen Widerstand hochzuhalten, „weil eine demokratische Gesellschaft davon lebt“. Und Gräf ergänzt: „Es darf nicht sein, dass man immer nur Sonntagsreden hält, und am Montag beginnt dann ein neues Leben.“
Micheal Brendel