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29.05.2017
Institut für Kunst und Forschung
W. Kastner,
Trivastr. 7, D-80637 München

Einladung zum jODL - DENK-, LERN- und SCHAUprozess Dritter Akt

am Donnerstag, 8. Juni 2017 um 9.00 Uhr
im Amtsgericht München, Pacellistraße 5,
Sitzungssaal B 800 im 8. Stock

Ein Neffe der Witwe des Hauptkriegsverbrechers Alfred jODL will für Putz- und Reinigungsarbeiten am rechtswidrigen Ehrenkreuz für diesen Nazi-General auf der Fraueninsel im Chiemsee 4.088,34 € (brutto) als "Schadensersatz" per Gericht eintreiben. (zuzüglich der Verfahrenskosten). Der jODL-Anwalt (ein Dr. Jahn) des Ehrenkreuz-Bewahrers Johannes Fisser, wollte erkunden, ob die jODL-Familie geneigt sei, den Namen des Massenmörders zu entfernen und durch den Text "JODL-Familie" zu ersetzen, wenn ich bereit wäre, dafür und für seine Aufwendungen und für die jODL-Putzarbeiten die Kosten zu übernehmen und wenn alle Fotos des jODL-Ehrenmals aus dem internet getilgt würden. Leider konnte ich mich nicht zu so einem irren "Vergleich" durchringen, zumal ich der Ansicht zuneige, Schaden haben der Kriegsverbrecher, seine Nutznießer und die Anverwandten millionenfach angerichtet, die nun bis zum letzten Atemzug sein Andenken liebevoll und steinern und unschuldsweiß bewahren wollen. Ob die einen dachSchaden oder Schlimmeres haben, sei dahingestellt. Ich habe jedenfalls keinen Schaden angerichtet, sondern mit Mitteln der Kunst auf einen unerträglichen und schleunigst zu beseitigenden Skandal wirksam hingewiesen. Dieser Hinweis ist in hohem Maße nützlich, wenn man die Traditionslinien zwischen der Naziwehrmacht und der Bundeswehr wirklich kappen will. Mit meinem Anwalt Jürgen Arnold erwarte ich ein entsprechendes Urteil.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfram P. Kastner
Institut für Kunst und Forschung München
+49+89 - 157 32 19


02.05.2017
Institut für Kunst und Forschung
Trivastr. 7, D-80637 München

Furchtbare Juristinnen –
deutsches Rechtsspektakel jODL  – 1. Akt

Vor dem Amtsgericht Rosenheim fand ein grotesker vierstündiger Strafprozess gegen den Künstler Wolfram P. Kastner statt. Es ging um vier Kunstaktionen an dem Ehrenmal für den HitlerGeneral und im Nürnberger Prozess als Hauptkriegsverbrecher verurteilten Nazi-General Jodl, das auf der Fraueninsel im Chiemsee steht.
jODL Denkmal
Allem Anschein nach standen die Verurteilung und das Strafmaß von Anbeginn fest. Die Staatsanwältin sowie die Richtern Wand verschanzten sich hinter formaljuristischen Argumenten. Mühsam verstand sich die Richterin immerhin zu der Erkenntnis, dass es sich nicht um das Grabmal des Kriegsverbrechers*) handelt, der hingerichtet und dessen Asche in einen Nebenarm der Isar gestreut wurde, sondern um ein Kenotaph - also ein Ehrenmal. Dass dieses Ehrenkreuz dort rechtswidrig**) steht, fand die furchtbare Juristin "nicht entscheidungserheblich" und verurteilte den Künstler wegen angeblichen Diebstahls, angeblicher Nötigung und Sachbeschädigung zu 150 Tagessätzen plus Gerichtskosten.

In ihrer Urteilsbegründung setzte sie das skandalöse jODL-Kreuz, das eine Verhöhnung der vielen Millionen Getöteten und Verhungerten darstellt, einem beliebigen privaten PKW gleich. Beide seien gleichermaßen schützenswert. Weder die Empörung vieler Besucher und einiger Bewohner der Fraueninsel noch die ergreifende Rede des 97jährigen Schriftstellers Daniil Granin (Überlebender der Hungerblockade durch die Nazi-Armee) die er 2014 im Bundestag zum Holocaust-Gedenktag hielt, wurden von den beiden furchtbaren Juristinnen berücksichtigt. Weder die Freiheit der Kunst noch die Meinungsfreiheit spielten für sie in ihren Strafanträgen und im Urteil eine Rolle. Dem Strafantrag und dem Urteil zufolge wäre auch ein Ehrenmal für Adolf Hitler, Himmler oder Goebbels als privates Eigentum schützenswert vor jeder Veränderung. Mit solchen Juristinnen ist jeder Staat zu machen.
richterinnen_zeichnung
Wolfram P. Kastner wird das Urteil keinesfalls akzeptieren und mit seinem Anwalt Hartmut Wächtler Einspruch zum Landgericht Traunstein einlegen.
*) Jodl war verantwortlich für den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die UdSSR, für die Hungerblockade Leningrads (1,1 Millionen Verhungerte), für den sog. Kommissarsbefehl und für die Ermordung der Juden in den besetzten Teile der UdSSR
**) Das Ehrenkreuz für Alfred jODL wurde 1953 errichtet. Bis 1955 galt die Kontrollratsdirektive der Alliierten, der zufolge militaristische und nationalsozialistische Denkmäler abgerissen und nicht neu errichtet werden durften. Das Chiemseer jODLmal war und ist also von Beginn an rechtwidrig.
Wolfram P. Kastner
Institut für Kunst und Forschung München
+49+89 - 157 32 19



Rede zum Neujahrsempfang 2017

der Freidenkerinnen und Freidenker Ulm/Neu-Ulm
von Walter Eckhardt

Lesen Sie die Rede als PDF (interner Link)


Artikel aus "Neues Deutschland" vom 31. Dez. 2016
von Wolfram Kastner

Christliche Sauerei

Der Autor ist Künstler und greift in politische Debatten ein.
Mit dem Thema Judensau befasst er sich auch auf www.christlichesauerei.de.

Lesen Sie den Artikel als PDF (interner Link)


Warum die Kriminalisierung professioneller Freitodbegleitungen ein Erfolg kirchlicher Lobbyisten ist

"Diese Politiker sind verantwortlich dafür, dass Sie möglicherweise qualvoll sterben müssen!"

OBERWESEL. (gbs) Nach der heutigen Veröffentlichung des "Gesetzes zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung" im Bundesgesetzblatt drohen professionellen Sterbehelfern, die "Letzte Hilfe" gewähren, Haftstrafen bis zu drei Jahren. "Merken Sie sich die Namen der Abgeordneten, die für dieses reaktionäre Gesetz gestimmt haben", erklärte dazu der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon. "Denn diese Politiker sind verantwortlich dafür, dass Sie möglicherweise qualvoll sterben müssen!"


KONSEQUENT


Der italienische Schriftsteller und Wissenschaftler
Franco Berardi hat angekündigt, Deutschland nicht
mehr zu betreten, und deshalb die schon zugesagte
Teilnahme an einem Literaturfestival abgesagt.
In seiner Absagebegründung lieferte er eine
Kritik an Deutschland, wie man sie hierzulande selbst
von deraußerparlamentarischen Opposition kaum
hört.

Lesen den Text im Flugblatt der Ulmer Freidenker
PDF ansehen...


NEUES DEUTSCHLAND
vom 07.04.2015 / Feuilleton / Seite 18
von Harald Werner

Stalins Schatten und das Gramsci-Genom

Ein Kommunist schreibt über den Schneider von Ulm:
Was die deutsche Linke von Lucio Magri lernen könnte.

Was kann man von einem Buch mit dem Titel »Der
Schneider von Ulm« erwarten, wenn nur die Unterzeile
verrät, dass es sich um »eine mögliche Geschichte der
KPI« handelt?
Eigentlich nicht mehr als eine erratische Annäherung an
die schwierige Frage, wie die einstmals größte
kommunistische Partei des Westens mit mehr als zwei
Millionen Mitgliedern fast spurlos verschwinden konnte.
Doch was Lucio Magri, einer der brillantesten Köpfe
dieser Partei, hier auf rund 450 Seiten hinterlassen hat,
ist eine kleine Sensation.
Mit der Ballade vom Schneider von Ulm wollte Brecht
1952 daran erinnern, dass der Kommunismus ebenso
wenig durch Abstürze aufzuhalten sei, wie dieEntwicklung der Luftfahrt durch das Scheitern eines ihrer
Pioniere.

ND-Artikel als PDF ansehen / herunterladen (90KB)


SÜDWEST PRESSE Ulm/Neu-Ulm, Lokales

Wie weit darf Satire gehen?

Artikel zu einer Podiumsdiskussion zum Thema
"Pressefreiheit und Satire"

externer Link zur Internetseite der SWP


Artikel aus "Neues Deutschland" von Thomas Blum
erschienen am 09.01.2015

Alles wollen – "Charlie Hebdo"

Artikel als PDF lesen (hier klicken)

Direktlink zum Artikel auf www.neues-deutschland.de
http://www.neues-deutschland.de/artikel/957909.alles-wollen.html


NEUES DEUTSCHLAND
vom 08.04.2015 - Feuilleton Seite 3
Interview mit JEAN ZIEGLER

An der Schwelle eines Aufstandes

Jean Ziegler prophezeit den Sturz der
kannibalischen Weltordnung


Neu erschienen:

Freigeistige Rundschau 1/15

des bfg - Bund für Geistesfreiheit Bayern


JUNGE WELT– die linke Tageszeitung
Ausgabe vom 02.02.2015, Seite 11 / Feuilleton

»Das hat System«

Viele reden von Religionskritik, aber niemand vom Religionsunterricht. Ein Gespräch mit Rainer Ponitka
Von Reinhard Jellen

Warum gibt es in einem zumindest alltagssäkularisierten Staat wie Deutschland überhaupt noch Religionsunterricht?
Die Aufsicht über die öffentliche Schule gelangte erst mit der Weimarer Reichsverfassung, das heißt mit der Abschaffung der Staatskirche, in die Hand einer weltlichen Behörde. Die Länder Hamburg, Sachsen und Bremen schafften den Religionsunterricht 1918/19 komplett ab, und Bayern hob 1919 die geistliche Schulaufsicht auf. Diese von der Bevölkerung der entsprechenden Länder getragenen Neuerungen fanden leider keinen Eingang in die Reichsverfassung – auf vehementen Protest gerade der Großkirchen fand sich der Religionsunterricht als »ordentliches Lehrfach« wieder. 1933 bekräftigten Papst Pius XI. und Adolf Hitler diesen Zustand für den katholischen Religionsunterricht im Reichskonkordat, und dieser ist bis heute im Grundgesetz verankert.

Was stört Sie daran?
Als das Grundgesetz verabschiedet wurde, waren noch über 90 Prozent der Bevölkerung Mitglied einer der großen christlichen Kirchen, von daher mag eine Finanzierung des Religionsunterrichtes aus der Steuerlast aller Bürger gerechtfertigt gewesen sein, auch wenn es meiner Meinung nach schon damals dem Grundprinzip der Trennung von Staat und Religion widersprach. Inzwischen sind knapp 37 Prozent der Bevölkerung konfessionslos; doch auch sie müssen den konfessionellen Religionsunterricht finanzieren – sowie auch die Ausbildung, Besoldung und die Altersbezüge der Religionslehrer. Im Jahr 2009 wurden für die Erteilung des Religionsunterrichtes für staatliche Religionslehrer Steuergelder in Höhe von rund 1,7 Milliarden Euro ausgegeben. 37 Prozent davon entsprechen einer Summe von 629 Millionen Euro.
Laut einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes ist die Aufgabe des Religionsunterrichtes, die Glaubenssätze als »bestehende Wahrheiten zu vermitteln«. Das hat mit Bildung in einem demokratischen Staat nichts zu tun.

Ist an deutschen Schulen Glaubensfreiheit gewährleistet, oder existiert eine Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis?
Leider gibt es etliche Diskrepanzen: Die Einschulung der Jüngsten in die Grundschule beginnt vielerorts mit einem Kirchgang, die Eltern werden zumeist nicht informiert, dass hier die Teilnahme absolut freiwillig ist. Weiter ist die Teilnahme an dem konfessionellen Religionsunterricht auch für konfessionsangehörige Schülerinnen und Schüler freiwillig, doch die Schulen informieren nicht von sich aus über diese Tatsache. Auch gibt es vielerorts noch Gebete im allgemeinbildenden Unterricht und außerhalb des Religionsunterrichtes. Ebenso finden sich in vielen Schulen religiöse Symbole in Lehrer- und Klassenzimmern; wodurch Schüler gezwungen sind, ›unter dem Kruzifix‹ zu lernen. Das hat System, denn in manchen Landesverfassungen und Schulgesetzen findet sich als Erziehungsziel auch immer noch die »Ehrfurcht vor Gott«.

Haben konfessionslose Schüler heutzutage noch Unannehmlichkeiten oder gar Repressalien zu erwarten?
Ganz gewiss. Meiner Erfahrung nach nehmen die Unannehmlichkeiten und auch Repressalien zu, je weiter man sich von Großstädten und Ballungszentren entfernt. So werden konfessionslose Schüler gegen ihren oder gegen den Willen ihrer Eltern einem Religionsunterricht zugeordnet – haben sie sich abgemeldet, müssen sie sich während des Religionsunterrichtes im gleichen Raum still beschäftigen oder aber am Unterricht einer anderen Klasse teilnehmen. Das Bundesverwaltungsgericht hat diese Praxis jedoch untersagt und festgestellt, dass der Mehraufwand durch die Teilnahme an einem freiwilligen Religionsunterricht auch von den daran Teilnehmenden zu tragen sei; eine willkürliche ersatzweise Beschäftigung der nicht Teilnehmenden sei nicht statthaft.
Wird an den Schulen ein Ersatzfach erteilt wie beispielsweise »Ethik«, so findet das Zwangsersatzfach mancherorts nicht zeitgleich zum Religionsunterricht statt, und der Mehraufwand durch Nachmittagsunterricht – manchmal sogar an einer anderen als der eigenen Schule – wird den Nichtgläubigen auferlegt, um zu erreichen, dass sie sich erst gar nicht von Religion befreien.

Wie kann man sich gegen diese Repressalien wehren?
Wenn in der Schule ein Konflikt hinsichtlich des Religions- oder Ethikunterrichtes, des Schulgebetes, der Teilnahme an religiösen Veranstaltungen oder religiösen Symbolen im Klassenraum usw. auftritt, so ist es geraten, sich zunächst über die bestehende Rechtslage zu informieren. Findet man sich ungerecht oder sogar widerrechtlich behandelt, sollte man sachlich und ohne Emotion argumentieren. Zumeist ist das Beharren auf einer schriftlichen Antwort der Schulleitung hilfreich – durchaus auch mit Fristsetzung. Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten bietet auf seiner Website sowie auch auf der Kampagnenwebsite www.reli-adi.eu weitergehende Informationen und Ansprechpartner im Konfliktfeld Schule und Religion.

Interview: Reinhard Jellen
Rainer Ponitka, Jahrgang 1965, ist Pressesprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten in Nordrhein-Westfalen. 2013 veröffentlichte er im Alibri Verlag den Ratgeber »Konfessionslos in der Schule«
Rainer Ponitka (Hg.): Konfessionslos in der Schule, Alibri Verlag, Aschaffenburg 2013, 117 Seiten, zehn Euro


Warum Franziskus das Schlagen
von Kindern befürwortet

Von Red. – http://hpd.de/artikel/11168 vom 06. Feb 2015

ROM/OBERWESEL. (hpd) Papst Franziskus hat erklärt, dass er es in Ordnung findet, wenn Eltern ihre Kinder schlagen. Während sich die Medien über die Aussage des angeblich „weltoffenen Papstes“ wundern, fühlt sich gbs-Vorstand-ssprecher Michael Schmidt-Salomon in seiner Einschätzung bestätigt, dass Franziskus alles daran setzen wird, den Katholizismus für die evangelikale Konkurrenz attraktiv zu machen.

„Über die jüngsten Erziehungstipps des Papstes können nur diejenigen erstaunt sein, die nicht begriffen haben, dass Franziskus über weite Strecken reaktionärere Ansichten vertritt als sein Amtsvorgänger“, erklärte Michael Schmidt-Salomon am Freitagnachmittag am gbs-Stiftungssitz in Oberwesel. „Was die Medien als Modernität des Papstes fehldeuten, ist tatsächlich nur Ausdruck einer zunehmenden Anpassung des Katholizismus an die weltweit immer stärker werdende evangelikale Konkurrenz. Das bedeutet zum einen weniger Kirchenpomp, zum anderen verschärfte Attacken gegen Homosexuelle, gegen Schwangerschaftsabbrüche, Sterbehilfe, Evolutionstheorie und die vermeintlichen Verfehlungen der antiautoritären Erziehung“.

In evangelikalen Kreisen seien autoritäre Erziehungsmodelle weit verbreitet, erläuterte Schmidt-Salomon. Vor allem außerhalb Europas richteten sich die Gläubigen gerne nach der biblischen Maxime "Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn bald" (Sprüche 13,24). Ein Zusammenhang von evangelikaler Religiosität und gewaltorientierter Erziehung sei auch in Deutschland feststellbar. „Schwarze Pädagogik“ sei jedoch keineswegs nur im evangelikalen Spektrum beheimatet. Schmidt-Salomon erinnerte daran, dass ein moderner, liebevoller und liberaler Umgang mit Kindern erst gegen den massiven Widerstand sämtlicher Kirchen erkämpft werden musste:

„Zuvor wurden Generationen von Christen zu bedingungslosem Gehorsam gegenüber der vermeintlich höchsten Autorität (Gott) und den jeweils herrschenden religiösen und weltlichen Stellvertreter erzogen. Noch Mitte des 20. Jahrhunderts kamen Hunderttausende von Heimkindern, die das Pech hatten, in einem christlichen Erziehungsheim oder Internat zu landen, in den Genuss dieser Zucht-und-Ordnungs-Pädagogik. ‚Schläge im Namen des Herrn‘ waren an der Tagesordnung. Viele Kinder wurden über Jahre hinweg systematisch ausgebeutet, gedemütigt, weggesperrt, seelisch wie körperlich missbraucht.“ Dass die Kirchen auf pädagogischem Gebiet solch gravierende Menschenrechtsverletzungen begehen konnten, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden, sei den Kirchenoberen offenbar zu Kopf gestiegen, meinte Schmidt-Salomon. „Andernfalls hätte es Franziskus wohl nicht gewagt, Erziehungsratschläge zu geben, die den Forderungen der UN-Kinderrechts-Charta so deutlich widersprechen.“


Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. ruft auf, die von Michael Schmidt-Salomon
eingereichte Petition mit zu unterzeichnen

§ 166 StGB endlich streichen


Aufruf von Renate Schmid, Präsidentin des DFW
als PDF lesen

Link zur ePedition


Vergelt's Gott - Der verborgene Reichtum
der katholischen Kirche

ARD-Beitrag vom 08.09.2014
(verfügbar bis 08.09.2015) Dauer: 44:51 Min.
Bis hin zu den letzten Fragen weiß die Kirche eine Antwort. Nur eine Frage beantwortet sie bislang nicht: Wie reich ist katholische Kirche in Deutschland?


Artikel aus "Junge Welt" von Peter Michel
erschienen am 13.09.2014

Theatrum mundi

14. September 1989: Einweihung des Panoramabildes »Frühbürgerliche Revolution in Deutschland«
von Werner Tübke in Bad Frankenhausen


Artikel aus "Neues Deutschland" von Wilfried Neiße
erschienen am 15.11.2014

»Eindeutig rechts von der CDU«

Die brandenburgische LINKE ließ die Alternative
für Deutschland analysieren.
Der Politikwissenschaftler Christoph Kopke verfasste eine Studie über die AfD. Demnach haben völkische
Theorien in dieser Partei eine Heimat.


Zusammengestellt und herausgegeben von
Gerhard Rampp:

Internationale Freigeistige Rundschau
Nr. 1 - 2014

 


Veröffentlicht von Humanistischer Pressedienst hpd
(http://hpd.de)
20.06.2014 · Nr. 18877

Anschlag am Eichstätter Dom

Anschlag Eichstätter Dom
Die Künstler und die Anschläge

EICHSTÄTT. (hpd) Am Fronleichnam haben der Künstler Wolfram P. Kastner und der Autor Claus-Peter Lieckfeld während des Pontifikalamtes am Eichstätter Dom Thesen angeschlagen, in denen sie u.a. die Rehabilitation der in Eichstätt wegen unterstellter "Hexerey" gefolterten und ermordeten Frauen und Männer fordern.

"Aus Liebe zur Wahrheit und in dem Bestreben, diese zu ergründen, soll in Eichstätt in aller Öffentlichkeit über die folgenden Sätze disputiert werden: Die Urteile gegen Frauen und Männer, die der 'Hexerey' angeklagt und verurteilt wurden, waren und sind schreiendes Unrecht und werden aufgehoben. Die Folter, der die Angeklagten unterworfen wurden, war und ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde sowie gegen Recht und Gesetz damals wie heute….."

Die 426 Frauen und Männer, die in Eichstätt im Zeichen des Kreuzes gefoltert, geköpft oder lebend verbrannt wurden, haben in dieser Stadt – anders als in vielen deutschen Städten kein öffentlich wahrnehmbares namentliches Gedenken. Die namentliche Rehabilitation der Opfer ist schon ein paar Jahrhunderte überfällig.

Die Aktion soll Denkanstoß sein: auch vor dem Hintergrund, dass ideologisches Morden und Folter immer noch nicht der Vergangenheit angehören. Der Anschlag mit den Thesen und Namen der ermordeten Menschen wurde nach anderthalb Stunden von Seiten der Kirche entfernt.
Wir hoffen, dass sie abgenommen wurden, damit sie endlich bedacht und beherzt werden können. In diesem Fall sind wir gerne bereit, sie dem Bischof und der katholischen Gemeinde Eichstätts zu überlassen. Andernfalls würden wir die Herausgabe verlangen.

Wolfram P. Kastner
Claus-Peter Lieckfeld
 
Die angeschlagenen Thesen [2] 30.92 KB
Einlage für das Gesangsbuch [3] 162.89 KB


Veröffentlicht auf Humanistischer Pressedienst hpd
(http://hpd.de)
24 Jun 2014 - Nr. 18899

Kunststreit

Lenks Päpstlein kehrt nach Konstanz zurück


KONSTANZ. (hpd) Knapp vier Jahre ist es her, als
eine grün-schwarze Schar heuchlerischer
Bedenkenträger dafür sorgte, dass Peter Lenks
Päpstlein aus dem Bahnhof gezerrt wurde und auf
dem Wertstoffhof landete. Ganz Deutschland lachte
damals über diese Provinzposse vom Bodensee. Nun
aber zieht die beliebte Skulptur wieder in die
Konstanzer Innenstadt ein und kann ab Mittwoch in
einem Schaufenster in der Rosgartenstraße ausgiebig
und unbehelligt bewundert werden.

Der Künstler Peter Lenk hatte 2010 dem Drängen der
Tourist-Information nachgegeben und einen Abguss des
Päpstleins, dessen Original im Hafen friedlich auf dem
Händchen der Imperia sitzt, in der Mobilitätszentrale des
Konstanzer Bahnhofs aufgestellt (s. Foto mit Tourist-Informationschef Henneberger). Schnell wurde die ulkige Figur zur Touristenattraktion, und Besucher kamen sogar von weit her, um den päpstlichen Gnom zu fotografieren und sich an ihm zu erfreuen.

Päpstlein

Doch schnell meldeten sich konservative Glaubenswächter aus Stuttgarter CDU-Kreisen per Bildzeitung zu Wort und behaupteten, die papstähnliche Figur würde „religiöse Gefühle“ verletzen. Daraufhin entschied der Aufsichtsrat der Tourist-Information Konstanz, das Päpstlein wieder zu
entsorgen. Dafür waren: Heinrich Fuchs (CDU), Anselm Venedey (FWK), Tatjana Wolf (FDP), Charlotte Dreßen (FGL) und auch der damalige grüne Oberbürgermeister Horst Frank. Nur Brigitte Leipold (SPD) sprach sich im Laufe der hochnotpeinlichen Debatte für den Verbleib der Skulptur aus.

Der Vorgang ging durch die Presse und auch ausländische Medien berichteten ausführlich über die Kunstbanausen aus dem tiefen Süden der Republik. Klammheimlich wurde das Päpstlein in den Konstanzer Wertstoffhof verschleppt und in einem Container zwischengelagert. Das brachte den österreichischen Aktionskünstler Johan Maden auf den Plan und er organisierte eine Ausstellung mit Lenks Werken im steirischen Städtchen Weiz. Das Päpstlein als Hauptfigur wurde auf einem offenen Tieflader von Konstanz nach Österreich gefahren und sorgte bei Zwischenstationen in vielen Städten für wahre Volksaufläufe. Die Ausstellung im
Weizer Kunstmuseum war ein großer Erfolg und das Gelächter über die Kultur-Talibane vom Bodensee brandete erneut auf.

Kürzlich kamen die Betreiber eines Schmuckladens in der Rosgartenstraße auf die Idee, dem Päpstlein einen attraktiven Platz in ihrem Schaufenster anzubieten. Peter Lenk sagte zu und ab Mittwoch begrüßt eine 1:1-Abbildung des Originals für rund drei Monate die Passanten. Auch König Sigismund, der erst nach dem Konstanzer Konzil zum Kaiser gekrönt wurde, wird neben dem päpstlichen Gnom sitzen. Im Inneren des Ladens werden weitere Lenk-Figuren zu sehen sein, darunter auch der grüne “Wendebauch” Joschka Fischer.

Man darf gespannt sein, ob sich die Skulpturenstürmer aus dem Jahre 2010 noch einmal zusammenrotten, wieder über verletzte religiöse Gefühle schwadronieren und sich erneut um einen Spitzenplatz in der bundesweiten Peinlichkeits-tabelle bemühen. Der Schmuckhändler wird sich jedenfalls darauf einstellen müssen, dass zumindest sein Schaufenster rund um die Uhr für Aufsehen
sorgt und sich zigtausende aus nah und fern an ihm die Nasen platt drücken. Aber das war wohl auch von Anfang an die Absicht des kulturellen Werbegags.

Holger Reile

Mit freundlicher Genehmigung von seemoz.de, dort mit noch weiteren Artikeln zum Thema.



Gott hat hohe Nebenkosten –
wer wirklich für die Kirche zahlt

Bernadette K. wurde als Leiterin eines katholischen Kindergartens entlassen, weil sie sich von ihrem Mann trennte und zu einem neuen Partner zog. Ehebruch. Ein Verstoß gegen die Loyalität zur ihrem Arbeitgeber, hatte die Kirche entschieden und ihr gekündigt. Wie Bernadette K. arbeiten weit über eine Million Menschen in sozialen Einrichtungen für die Kirchen – in Kindergärten, Krankenhäusern, Schulen und Altenheimen. Sie alle unterliegen einem besonderen Arbeitsrecht.

Eine sehr empfehlenswerte Reportage (Dauer 44 min.),
eigentlich schwer erträglich, aber tägliche Realität in der
gesamten Bundesrepublik.

Weiterleitung zum Film auf wdr fernsehen (externer Link)




Nach dem Rücktritt des Deutschen Papstes

von Heinz Kopp

Es stellt sich die Frage: was geht der Vorgang einen Freidenker oder Atheisten an, warum sollen wir uns überhaupt damit beschäftigen?

Die Antwort: ob es uns passt oder nicht, die Katholische Kirche ist ein politischer Faktor, und deshalb wäre es unpolitisch, sich nicht mit ihr zu befassen.

Beitrag als PDF herunterladen



GerDIA - Kampagne gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz


Säkulare Verbände und Aktivist/inn/en sind zur Mitarbeit aufgerufen:
Die europäischen Antidiskriminierungsbestimmungen müssen auch in kirchlichen Einrichtungen gelten! Dies ist Ziel der Kampagne „Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz“ (GerDiA), die am heutigen Mittwoch gestartet ist. Sprecherin der Kampagne ist die ehemalige SPD- Spitzenpolitikerin Ingrid Matthäus-Maier. Sie betrachtet die „offensive Ausgrenzungspolitik kirchlicher Betriebe“ als einen „Skandal, der nicht weiter hingenommen werden darf“.

Zentrale Forderung der Kampagne ist es, „die Religions- und Weltanschauungsfreiheit in allen öffentlich finanzierten Sozialeinrichtungen zu gewährleisten“. Das kirchliche Arbeitsrecht führe hier zu „offenkundigen Verstößen gegen das Grundgesetz“.

Kontakt zur Kampagne:
Vera Muth, kampaleitung@gerdia.de
Kontakt zur Studienleiterin:
Corinna Gekeler, gekeler@gerdia.de

Zur GerDIA Internetseite (externer Link)



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