Patientenverfügung und Bestattung


Freidenkerinnen und Freidenker treten für ein selbstbestimmtes Leben ein, so auch für eine eigenständige Festlegung der Wünsche und Vorstellungen am Lebensende.

Möchten Sie über lange Zeit künstlich am Leben gehalten werden, obwohl es sicher ist, dass Sie nie wieder das Bewusstsein erlangen werden?

Wenn Sie dies mit NEIN beantworten können, ist es wichtig eine qualifizierte Patientenverfügung zu hinterlegen. Solange Sie keine solche hinterlegt haben, können Ärzte praktisch mit Ihnen machen was sie wollen. Auch Ihre Angehörigen haben kaum Rechte.

Regeln Sie auch dies noch in einer Zeit, wo sie es noch können, also im Vollbesitz Ihrer Kräfte sind. Eine Aufgabe der Sie sich nicht erst im fortgeschrittenen Alter stellen sollten. Ein Unfall z.B. kann Ihnen in jedem Lebensabschnitt die Entscheidungsgewalt hierüber nehmen.

Seit dem 01.09.2009 gelten neue Gesetze, die die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen festschreiben. Damit wurde das Recht auf Selbstbestimmung am Lebensende deutlich gestärkt.

Wir empfehlen Ihnen das Freidenkerblatt von Heiner Jestrabek:
„Patientenrechte und Vorsorgeverfügung – Wie können wir für Krankheit und Sterben vorsorgen?“, die wir gerne zuschicken.
zu unseren Freidenkerblätter

Weitere Informationen von Selbsthilfeorganisationen und Verbänden:

Humanistischer Verband Deutschland, Bundeszentralstelle Patientenverfügung des HVD
www.patientenverfügung.de

Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V.
www.dghs.de

Staatliche und gemeinnützige Anbieter, von kostenlos bis gebührenpflichtig, können verglichen werden bei www.patientenverfuegung.de/vergleichstabelle


Bestattung

Freidenkerinnen und Freidenker lassen sich nicht auf ein Leben nach dem Tod vertrösten. Wir wissen um unsere Endlichkeit und sehen deshalb dem Tod realistisch entgegen.

Freidenkerinnen und Freidenker bevorzugen die Feuerbestattung, als kulturhistorischen Fortschritt gegenüber der Erdbestattung. Hierzulande wurde die Feuerbestattung auch von uns Freidenkern eingeführt, gegen den heftigsten Widerstand der Kirchen übrigens.

Sie sind konfessionslos oder hatten mit den Kirchen noch nie was am Hut und leben nicht nach deren Normen?
Sie sind exkommuniziert oder wollen nicht ausschließen, dass Sie einmal durch Freitod aus dem Leben scheiden?

„Wie steht es dann um meine Bestattung?“ fragen sich heute noch Viele.

Wir Freidenkerinnen und Freidenker haben eigene Bestattungsredner ausgebildet. Nach einem ausführlichen Gespräch mit den Angehörigen erarbeiten unsere Feiergestalter eine Abschiedsrede und gestalten die Trauerfeier in würdiger und feierlicher Form, aber eben weltlich! Auf Wunsch sorgen wir auch für die musikalische Umrahmung bei der Trauerfeier. Die Ansprache beschränkt sich nicht auf Bekanntgabe der reinen Lebensdaten.

Regelung schon zu Lebzeiten:
Allen unseren Mitgliedern händigen wir, schon zu Lebzeiten, einen Fragebogen aus. Darin können alle wichtigen Lebensdaten, Wünsche für die Bestattungsfeier, sonstige Regelungen u.a. vermerkt werden. So regeln die Freidenker schon zu Lebzeiten ihre letzten Angelegenheiten und nützen die Zeit bis dahin bewußt – lebensbejahend und diesseitsbezogen, für eine menschliche Welt.

> zu unseren Bestattungssprechern …