Ulmer Freidenker*innen mit neuem Vorstand und dem Thema humanistischer Weltanschauungsunterricht

Ulmer Freidenker

Eine personelle Neuaufstellung und die Festsetzung inhaltlicher Themenschwerpunkte beschloß der Freidenkerinnen und Freidenker Ulm/Neu-Ulm e.V. auf der gestrigen Jahreshauptversammlung.

Nach einem erfolgreichen letzten Jahr mit umfangreichem Veranstaltungsprogramm, regelmäßigem Stammtischen und einem Mitgliederzuwachs sahen die Freidenker*innen zufrieden auf die Arbeit zurück. Vorträge über „Marx, Engels und Ökosozialismus“, die christliche Rechte oder zu Verschwörungstheorien standen ebenso wie der traditionelle Neujahresempfang, Ausstellungsbesuche oder mehrtägige Freidenkerfahrten auf dem Programm. Der Freidenkerkalender fand auch in diesem Jahr wieder bundesweit Anklang und Abnehmer*innen. Das Thema 100 Jahre Novemberrevolution zieht sich bis in das neue Jahr durch.

Mit großem Bedauern und Applaus nahmen die Mitglieder den letzten Jahresbericht von ihrer scheidenden Vorsitzenden Claudia Feuchter entgegen. In ihrer langjährigen Amtszeit haben die Ulmer Freidenker*innen große Erfolge erzielt und eine nachhaltige Arbeit geleistet.

Die gute Zusammenarbeit mit der VH Ulm und dem Haus der Gewerkschaften soll ebenso weitergeführt werden wie das umfangreiche Veranstaltungsprogramm. Nächste Höhepunkte sind ein Konzert mit Kai Degenhart, ein Vortrag zu Rosa Luxemburg und eine Feier anlässlich des 100. Jahrestags der Ausrufung der Bairischen Räterepublik.

Daneben beschäftigten sich die Mitglieder intensiv mit der Frage des weltanschaulichen Unterrichts. Ulm braucht wieder eine Jugendfeier und humanistischen, weltanschaulichen Unterricht, so die einhellige Meinung der Freidenker*innen. Bereits im letzten Jahr nahm eine Arbeitsgruppe das Thema des humanistischen Weltanschauungsunterrichts in Angriff. In diesem Jahr sollen nächste intensive Schritte gemacht werden, um Kindern und Jugendlichen in Ulm und Umgebung die Möglichkeit eines humanistischen Weltanschauungsunterrichtes anbieten zu können.

Zum neuen Vorsitzenden wählten die Ulmer Freidenker*innen Walter Eckhardt. Die 2. Vorsitzenden wurden Manfred Kochlöffel und Siegfried Späth (auch Schriftführer). Als Beiräte wurden Raymonde Eger-Juchheim, Claudia Feuchter, Karin Hoffmann, Jürgen Klingel, Hans Moser und Martine Unseld gewählt.