Für den Frieden gegen den Krieg

zum Tag der Befreiung vom Faschimus

Mittwoch, 8. Mai 2019, 17.30 Uhr
mit Jürgen Klingel und Walter Eckhardt
Treffpunkt vor dem Haus der Gewerkschaften Ulm,
Weinhof 23 · 89073 Ulm

Im Herbst 1983 protestierten unter dem Motto „Hand in Hand, quer durchs Land – 400.000 für Frieden und Abrüstung“ friedensbewegte Menschen gegen die Nato-Nachrüstung mit atomar bestückten Pershing-Raketen mit einer Menschenkette von Ulm bis Stuttgart. In der Folge schlossen die damalige Sowjetunion und die USA einen Vertrag zur Begrenzung ihrer atomaren Waffenarsenale.

Dieser Vertrag wurde nun von den USA und dann von Russland gekündigt. Die Folge: ein neues atomares und konventionelles Wettrüsten. Ulm wird in dieser Situation zu einer wichtigen Zentrale des Nato-Aufmarsches: zwei zentrale Kommandostäbe sind in der Wilhelmsburgkaserne eingerichtet.

Schon im 19. Jahrhundert war Ulm zur größten Festungsanlage Europas ausgebaut worden. Örtliche Betriebe fertigten schon im 1. und 2. Weltkrieg Rüstungsgüter.

Folge war die verheerende Zerstörung der Stadt im Dezember 1944 durch alliierte Luftangriffe. Gegen Faschismus und Krieg gab es aber auch in unserer Stadt Widerstand. Stärkste Kraft war die Arbeiterbewegung mit Gewerkschaften, SPD, KPD, Arbeitersportvereine, Naturfreunde……

Mit ihrem Machtantritt verboten und verfolgten die Nazis diese mit aller Brutalität. In Ulm zu Hause waren auch die Geschwister Scholl und ihr Widerstandskreis „Weiße Rose“. Krieg und Faschismus kennzeichneten sie in ihren Flugblättern als das was sie sind: Barbarei.

Bedenken wir angesichts des Militär- und Rüstungsausbaus in unserer Stadt eine Einsicht des in Ulm so gerne in Anspruch genommenen Albert Einstein. Er wies darauf hin, dass alle Kriege beginnen mit der Waffenproduktion und der Verbreitung von Waffen.

Bei unserem Gang durch Ulm wollen wir Spuren von Militärischem und Friedensbewegtem, Historisches und Gegenwärtiges, in Augenschein nehmen und darüber miteinander reden.