Die Notwendigkeit einer konsequenten Verkehrswende

Umweltkrise – Klimakrise – Mobilitätskrise
Die Notwendigkeit einer konsequenten Verkehrswende

Vortrag von Winfried Wolf
Dienstag, 1. Oktober 2019, 19 Uhr
vh ulm, Einsteinhaus, Club Orange, in Zusammenarbeit mit der vh ulm

Fahrverbote für Diesel-Pkw? Nulltarif als Kleinversuch in wenigen Städten? Ein paar Dutzend Kilometer Radwege? Elektrobusse als Alibi? Das alles sind Plazebos angesichts der allgemeinen Glaubwürdigkeitskrise der Autokonzerne. Vor dem Hintergrund der Krise der Städte und der ÖPNV-Misere. Und nicht zuletzt angesichts des Versagens der Bahn, die in Stuttgart 10 Milliarden Euro dafür ausgibt um die Kapazität des funktionierenden Hauptbahnhofs drastisch zu reduzieren und damit einen „DeutschlandTakt“ im Südwesten zu verunmöglichen.
Das Auto ist – zusammen mit dem Flugzeug – Klimafeind Nr. 1. Elektroautos bringen selbst dann, wenn sie ein herkömmliches Auto ersetzen würden, kaum Verbesserung (Strommix weltweit: 60% fossil!). In Wirklichkeit sind mehr als die Hälfte der Elektroautos Zweitwagen. Sie produzieren zusätzlichen Autoverkehr. Und dies dort, wo das Auto am wenigstens Sinn macht: in den Städten.
Wir wollen die ganze Bäckerei, nicht ein paar Brötchen: Nulltarif im gesamten ÖPNV. Die Stadt für die Menschen.
Straßencafés und grüne Parks anstelle von Autoblech und Betonwüsten. Eine Bürgerbahn für alle und erschwinglich für jeden. Anstelle einer Bolzen- und Bonzenbahn mit Höchstgeschwindigkeit über die Schwäbische Alb, die jedoch in der Fläche viel zu wenig präsent ist (und auch heute noch von Abbau gefährdet ist – Stichwort: Gäubahn).

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