„Islamophobie – Kampfbegriff gegen Islamkritik?“

Vortrag und Diskussion mit Klaus Blees
Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3.Welt Saar e.V.
Dienstag 12. November 2019, 19 Uhr
Haus der Gewerkschaften (HdG), Ulm – Am Weinhof 23

Schwere Zeiten für Kritikerinnen und Kritiker des politischen Islam. Wer Zwangsheirat und Kopftuchzwang in muslimischen Familien ablehnt, sieht sich gerne dem Vorwurf der „Islamophobie“ und des „antimuslimischen Rassismus“ ausgesetzt. Woher stammen diese Begriffe, durch die zum einen säkulare, emanzipatorische Kritik an islamisch begründeten Unterdrückungsstrukturen und Menschenrechtsverletzungen tabuisiert wird – und zum anderen der Blick auf ordinären Rassismus und ordinäre Fremdenfeindlichkeit, die sich auch, aber nicht nur gegen Muslime richten, durch eine Umdefinition zum „antimuslimischen Rassismus“ vernebelt wird? Wem nützt das?

Im Vortrag und in der anschließenden Diskussion soll der Unterschied zwischen aufgeklärter Islamkritik und rechtspopulistischer Moslemfeindschaft näher beleuchtet und überlegt werden, wie den massiver werdenden Versuchen, Kritiker mundtot zu machen, begegnet werden kann. Thematisiert wird auch die oft unterschlagene Tatsache, dass der Islam in der äußersten Rechten mehr Freunde als Feinde hat.

Der Referent Klaus Blees arbeitet bei der Aktion 3.Welt Saar e.V. schwerpunktmäßig zu Islamismus und zu Antisemitismus. Er hat das Kompetenzzentrum Islamismus 2004 mit aufgebaut und zuletzt auch in der Redaktion der Flugschrift „LACHEN GEHÖRT ZU EINER FREIEN GESELLSCHAFT – Warum Islamismus Freiheit tötet und Flucht kein Verbrechen ist“ mitgearbeitet. Diese erschien Ende 2018 und lag u.a. der taz.die tageszeitung und der ZEIT bei