über uns

Freidenker:innen sind Menschen ohne religiöse Bindungen. Sie orientieren sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen und bekennen sich zum Humanismus.

Worin sehen die Freidenker:innen ihre Aufgaben?
– Eintreten für Frieden und soziale Gerechtigkeit
– Eintreten für die Trennung von Staat und Kirche sowie für die Trennung von Schule und Kirche
– Verbreitung des wissenschaftlichen Materialismus
– Anerkennung von Glaubens- und Gewissensfreiheit
– Aufhebung jeder Art von Bildungsvorrechten
– Förderung einer sozialistischen Kultur durch weltliche Feiern, wie Namensgebung, Jugendweihe und Abschiedsstunde.

Was bieten und veranstalten die Freidenker?
– öffentliche Vorträge zur Verbreitung und Vertiefung einer humanistischen und undogmatischen Weltanschauung
– Kulturfahrten zu interessanten Zielen  mit sachkundiger Führung
– Jugendfeiern mit Vorbereitungskursen beim  Übergang vom Kindes- ins Erwachsenenalter für konfessionslose Jugendliche
– Gestaltung von weltlich-humanistischen  Bestattungsfeiern für Mitglieder und  konfessionslose Nichtmitglieder
– Verbreitung und Herstellung von wissenschaftlicher, religions- und kirchenkritischer Literatur und Informationsmaterial
– unterhaltende Kulturprogramme und gesellige Treffen

Was ist freidenken – Wer sind Freidenker:innen?
Freidenker:innen sind Menschen ohne religiöse  Bindungen, die Dogmen, also Glaubens- und Lehrsätze mit dem Anspruch unbedingter Gültigkeit, ablehnen. Sie orientieren sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen und bekennen sich zum Humanismus. Freidenker:innen lehnen den Glauben an überirdische Mächte ab, ihr Weltbild ist wissenschaftlich fundiert. Im engeren Sinne bezeichnet man als Freidenker:innen Vertreter:innen und Verfechter:innen einer materialistischen Weltanschauung.

Sind Materialisten nicht ohne jeden Idealismus und nur geldgierig?
Nein, hier herrscht oft eine sprachliche Verwirrung, die von Gegnern der Aufklärung auch gepflegt wird. Materialist:innen sind in der Sprache der Wissenschaft Anhänger:innen der materialistischen Weltanschauung, nach der die Welt von der materiellen (stofflichen) Wirklichkeit bestimmt wird. Aus ihr entwickelt sich das menschliche Bewusstsein mit allen Handlungsweisen. Vor diesem Hintergrund können die Menschen, die Welt und damit auch die Gesellschaft verändern sowie wirtschaftliche und soziale Beziehungen schaffen, die Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit und friedliches Zusammenleben umfassen.

„Glaube – Liebe – Hoffnung“ ein Leitmotiv für Freidenker?
Freidenker:innen lehnen jeglichen Glauben ab, da er die Abhängigkeit der Menschen von übersinnlichen Mächten zur Bedingung macht. Freidenker:innen halten Liebe für sehr wichtig. Nur Liebe zu den Menschen hat den Revolutionär:innen unserer Geschichte die Kraft gegeben, ihre Mitmenschen aufzurütteln und sich deren Interessen zu verschreiben. Um das Böse in der Welt zu überwinden, ist nicht nur Liebe, sondern vor allem eine Erkenntnis erforderlich: das Böse kommt nicht vom Teufel! Mit der Hoffnung verbinden Freidenker:innen die Kraft eines Menschen, sein Dasein nach eigenständigen Überlegungen und Handlungen zu bewältigen.

Woher kommen Freidenker:innen – wie sind sie entstanden?
Atheismus und Freidenkertum wurzeln im Rationalismus der Antike und bekamen Auftrieb in der Zeit der Aufklärung im 18. und 19. Jahrhundert, als neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse (z.B. von Galilei und Darwin) das Weltbild der Kirche erschütterten. Infolge gab es die ersten freigeistigen Organisationen in der Mitte des 19. Jahrhunderts. In Ulm seit 1845, die sich etwa ab 1920 auch Freidenker nannten. Organisierte Freidenker:innen in der Arbeiter:innenbewegung, die sich zum dialektischen Materialismus von Marx und Engels bekennen, gibt es seit 1905.

Was braucht der Mensch auf dem Weg zu einer humanen Gesellschaft nicht?
den Glauben an eine Jungfrauengeburt, an Himmel und Hölle und an die Auferstehung von den Toten
einen Oberhirten der sich den erzreaktionären Pius-Brüdern andient und allen Ernstes die Anwendung von Kondomen zur Aids-Prävention kritisiert
eine kirchliche Sexualmoral die Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen, mit den Schergen des NS-Regimes gleichsetzt
Standpunkte der Religionen: Glaube ist wichtiger als Wissen Hierarchie wichtiger als Demokratie Gehorsam wichtiger als Selbstbestimmung
Kirchen die rundum Barmherzigkeit predigen, aber nur etwa 10% der Kirchensteuereinnahmen für öffentliche soziale Belange aufwenden

Wenn Dir angesichts der Weltreligionen auch der Hut hochgeht:
Ziehe die Konsequenz, tritt aus der Kirche aus. Engagiere Dich für die Trennung von Staat und Kirche, die Rechte der Konfessionslosen und soziale Alternativen.

Die Freidenkerinnen & Freidenker Ulm/Neu-Ulm e.V. verstehen sich als eine Vereinigung von Konfessionslosen und Atheist:innen, als überparteiliche Kulturorganisation.

Info-Flyer