Mitgliederversammlung Freidenker:innen 2026
Freidenkerinnen & Freidenker Ulm/Neu-Ulm mit neuem Vorstand und inhaltlichen Schwerpunkten für die nächste Wahlperiode
Die diesjährige Mitgliederversammlung der Freidenker*innen Ulm/Neu-Ulm stand im Zeichen aktueller politischer und gesellschaftlicher Ereignisse. Es wurde angesichts der Landtagswahl über die Trennung von Kirche und Staat gesprochen: Die Forderung an die neue Landesregierung ist vor allem, die Staatsleistungen für die Kirchen in einer immer säkularer werdenden Gesellschaft endlich gesetzeskonform abzuschaffen. Statt religionsbezogenen Unterrichts in den Schulen sollte ein allgemeiner Ethikunterricht für alle eingeführt werden. Die Trennung von Kirche und Staat ist ein wichtiges Thema, zu dem auch Veranstaltungen geplant sind. Weiterhin werden die soziale Frage und die Arbeit gegen das weitere Erstarken rechtsextremer, nationalistischer Parteien im nächsten Jahr im Mittelpunkt stehen.
Die Bilanz des letzten Jahres kann sich sehen lassen. Verschiedene kulturelle und musikalische Veranstaltungen, mit dem Höhepunkt des Konzertes „Lieder gegen den Krieg – Festakt zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus“ im Stadthaus Ulm, fanden statt. Daneben gab es eine Reihe von Veranstaltungen zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen, wie zum Abbau des Sozialstaates, dem Widerstand gegen die AfD oder zur Erinnerungsarbeit gegen das Vergessen der Verfolgung als jüdisch gelesener Menschen. Gleich vier Veranstaltungen wurden zum Gedenken an 500 Jahre Bauernkriege durchgeführt. Aber auch hochaktuelle Themen wie der Umgang mit KI wurden angeboten.
Der auf der Mitgliederversammlung neu gewählte Vorstand besteht aus Claudia Feuchter (2. Vorsitzende), Günter Stiffel (Kassierer), Karin Hoffmann und Andreas Dirr (beide Beisitzer:innen) sowie Johannes Glembek (Vorsitzender), eine guten Mischung erfahrener und neu engagierter Freidenker:innen.

