flächendeckender Tarifvertrag statt kirchliches Arbeitsrecht

Freidenker:innen sind entsetzt über die Weigerung der Caritas, einen flächendeckenden Tarifvertrag für die Altenpflege abzuschließen.

Dies ist ein Schlag ins Gesicht aller Pflegekräfte, die nicht nur derzeit weit über ihrem Limit arbeiten. Die Caritas verhindert die notwendigen Einkommensverbesserungen durch einen allgemein verbindlichen Tarifvertrag in der Altenpflege.

Die Begründung, dass im kirchlichen Arbeitsrecht verankerte Tarifbestimmungen beeinträchtigt würden, zeigt, dass eine Ablösung kirchlicher Sonderrechte mehr als überfällig ist. Die Freidenker:innen Ulm/Neu-Ulm sind empört: „Es kann nicht sein, dass sich die Kirche auf Sonderrechte als Staat im Staat berufen kann. Dies ist unabhängig davon, ob die Kirche ein eigenes Arbeitsrecht beansprucht oder pädophile Übergriffe mit eigener Gerichtsbarkeit klären und sich der allgemeinen Gerichtsbarkeit entziehen will.

„Es darf kein Sonderrecht für die Kirche geben. In einem demokratischen Rechtsstaat hat gleiches Rechts für alle zu gelten. Die Verweigerung der Caritas zeigt einmal mehr, dass der soziale Anspruch, den Caritas und Kirche wie eine Monstranz vor sich her tragen nicht mehr als leere Worte sind.Insbesondere kritisieren die Ulmer Freidenker:innen, dass diese Leistungen der Caritas mit öffentlichen Geldern finanziert werden.